Kibis Itzehoe Selbsthilfetreff

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Aktionstag - Einblicke in die Selbsthilfe

Guter Zulauf beim Selbsthilfetag mit 19 Gruppen im Itzehoer Holstein-Center. Akteure stoßen auf viel Interesse und knüpfen viele Kontakte.

Jugendgruppe im Blauen Kreuz (v. l.): Tanja und Oliver Katterre, Janina Weckbrodt und Franziska Wellhausen.

„Der Selbsthilfe ein Gesicht geben“ – das war laut Brigitta Diederich-Marx von der Kontaktstelle Kibis das Ziel des Selbsthilfetages im Holstein-Center. 19 Gruppen informierten, luden zu Gesprächen ein und knüpften Kontakte.

„Ich glaube, dass wir wirklich bekannt sind“, sagte Brigitta Diederich-Marx mit Blick auf die vielen Besucher. „Die Gruppen sagen immer: Die Gespräche laufen gut.“ Nach dem Selbsthilfetag gebe es vermehrt Zulauf in den Gruppen, aber auch viele interessierte Anrufer. „Manchmal ergeben sich plötzlich ganz neue Selbsthilfethemen“, ergänzte Hanne Nuijen-Bodenstein, ebenfalls Kibis.

Zum ersten Mal dabei war die Brücke Schleswig-Holstein. Inklusion war das Thema von Silvia Tietjens und Eva Gruitrooy, ganz unterschiedliche Gespräche hätten sie geführt. Wurde einmal ein junger Mann beraten, der als Autist berufliche Probleme hat, so fragte kurz darauf ein anderer Besucher nach der Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu betätigen. „Wenn man für das Thema Inklusion steht, geht es immer darum, was wir tun können, damit Menschen an der Gesellschaft teilnehmen können“, sagte Eva Gruitrooy.

Sabine Glöye wusste nichts vom Selbsthilfetag, blieb aber bei der Strickgruppe des Mädchen- und Frauenvereins Donna Doria stehen: Schnell war sie mit Birgit Naumann und Renate Leue ins Gespräch gekommen. Einige Anlaufschwierigkeiten hatte dagegen die Jugendgruppe des Blauen Kreuzes, Kontakt zu Besuchern herzustellen. „Blaues Kreuz wird oft gleich negativ gesehen“, erklärte Mitglied Franziska Wellhausen. Dabei gehe es in der Gruppe nicht nur um Sucht-, sondern auch um private oder schulische Probleme. „Wir hoffen, dass wir viele Jugendliche ansprechen und informieren können“, erklärte sie. Die Gruppe wolle zeigen, dass man „auch ohne Alkohol Spaß haben“ könne.

Die Hemmschwelle vieler Besucher, sich öffentlich an die Informationsstände zu begeben, kann Ruth Dankert aus der Selbsthilfegruppe der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke gut nachvollziehen: „Es ist für viele schwierig, die in einer Schwebephase sind, die noch nicht genau wissen, was sie haben. Der Schritt zu einer Selbsthilfegruppe ist nicht so einfach.“ Sie selbst sei nun mehr als ein Jahr Mitglied. Wichtige Erkenntnis: „Andere Menschen leben damit gut.“

Sich mit Betroffenen zu unterhalten, war eines der Ziele von Heidi Saggau. Sie besuchte eine Reihe von Ständen, um sich über verschiedene Gruppen zu informieren, und war vom Aufgebot beeindruckt: „Mir war gar nicht klar, dass es so viele Selbsthilfegruppen gibt.“

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